Erika Mann: Kabarettistin - Kriegsreporterin - Politische Rednerin

Mit einer erstmaligen Einzelausstellung widmet sich die Monacensia dem Leben und Werk von Erika Mann (1905-1969), älteste Tochter von Thomas Mann. Im Mittelpunkt steht Erika Manns konsequentes Eintreten für Freiheit und Demokratie. Sie gehörte der "tänzerischen Generation" der zwanziger Jahre an, verkörperte die neue Frau, fuhr Autorennen und liebte dasTheaterspiel. Der heraufziehende Nationalsozialismus öffnete ihr politisch die Augen. Fortan sieht Erika Mann ihre Aufgabe in der politischen Aufklärung und fürchtet keine Konflikte. Mit ihrem Kabarett "Die Pfeffermühle" feiert sie 1933 in München große Erfolge. Im März 1933 geht Sie mit dem Ensemble in die Schweiz ins Exil. Der kabarettistische Kampf gegen Hitler kann in vielen deutschsprachigen Ländern trotz Saalschlachten, Auftrittsverboten und Überwachung bis 1936 fortgesetzt werden. Dann zwingt die politische Weltlage zur Emigration in die USA. Als politische Rednerin, Buchautorin und Kriegskorrespondentin startet Erika Mann hier eine zweite Karriere. Das Ende des Krieges bringt das Aus für eine politische Journalistin, die den Kalten Krieg scharf kritisiert. Auch als Nachlassverwalterin und Herausgeberin der Werke von Thomas und Klaus Mann verfolgt sie das Weltgeschehen leidenschaftlich. Eintritt frei
Anmeldung erforderlich bis 12.3.

1 Nachmittag, 21.03.2020,
Samstag, 16:00 - 17:30 Uhr
1 Termin(e)
Ursula Simon-Schuster
L43329
Hildebrandhaus: Café Mon, Maria-Theresia-Straße 23, München
11,00
Belegung: