Siebolds Japanisches Museum
Führung

Philipp Franz von Siebold (1796-1866) als Sammler und Museumstheoretiker 1996 organisierten in Japan das Edo-Tôkyô-Museum in Tôkyô, das Hayashibara Museum of Art in Okayama und das National Museum of Ethnology in Osaka in Zusammenarbeit mit den Völkerkundemuseen in München und Leyden sowie dem Museum für Angewandte Kunst in Wien anlässlich des 200. Jubiläums des Geburtstages des Japanforschers Philipp Franz von Siebold eine Sonderausstellung mit Siebold-Objekten aus den genannten europäischen Museen. Da Siebold bereits 1835 an den bayerischen König Ludwig I. ein Schreiben mit einem Plan zur Gründung eines ethnographischen Museums in München gerichtet hatte, kommt der Münchner Sammlung, entstanden auf Siebolds zweiter Japanreise zwischen 1859 und1862, große japanologische und ethnologische Bedeutung zu. Darüber hinaus vermag sie Aufschluss über die Umsetzung musealer und sammlungstheoretischer Konzeptionen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu geben. Angesichts der Tatsache, dass 1839 Siebold in Leyden (nicht gesichert) oder 1841 Christian Jürgensen Thomsen (1788-1865) in Kopenhagen das älteste allgemein-ethnographische Museum der Welt begründete, zählt Siebold gemeinsam mit Edme Francois Jomard (1777-1862) zu den frühesten Theoretikern ethnographischer Museumskonzeptionen.


1 Nachmittag, 22.11.2019,
Freitag, 15:30 - 17:00 Uhr
1 Termin(e)
Ursula Simon-Schuster
K43371
Museum Fünf Kontinente, Maximilianstraße 42, 80538 München
Kursgebühr:
11,00
zzgl. Museumseintritt
Belegung: